Fusion: 100 MW in Serie?

Wer die Entwicklung der Kernfusion beobachtet, hat den Eindruck einer unendlichen Geschichte. Mit Milliardenaufwand werden riesige Maschinen gebaut, die in jeweils etwa 50 Jahren Strom liefern sollen.

Hin und wieder tauchen von irgendwelchen Erfindern ganz neue, revolutionäre Konzepte auf, die sich bei näherem hinsehen, stets eher als Perpetuum Mobile, denn als Idee für ein Kraftwerk entpuppen. Genau das, habe ich gedacht, als ich die Meldung las: Kleine Fusionsanlage, Energie für jedermann. 100 MW Fusions-Reaktor, so groß wie eine konventionelle Gasturbine. Anlage in etwa fünf Jahren produktionsreif.

Normalerweise lese ich an diesem Punkt nicht mehr weiter. Science Fiction ödet mich an. Aber halt, der Vortrag (siehe Link zum Mitschnitt unten) ist von Lockheed Martin’s „Skunk Works“, einem Verein, der alles andere, als aus Aufschneidern besteht. Ich kann mich noch sehr gut an die immer wieder auftauchenden Berichte über die Entwicklung von „Tarnkappenbombern“ in den 1980er Jahren erinnern. Und auf einmal waren sie am Himmel: Die F-117 Nighthawk oder die B2 Spirit. Flugzeuge, schon in ihrer äußeren Form so revolutionär anders, daß man kaum glauben mochte, daß diese Maschinen überhaupt fliegen können.

Deswegen ist mir dieses Video eine Meldung auf der Wiese wert. Die „Stinktiere“ treten jedenfalls nie ohne Grund an die Öffentlichkeit. Irgendetwas brüten sie offensichtlich auf dem Energiesektor aus.